Seelsorgeeinheit Sankt Maria / Heilig Geist
in Weingarten/Württ.

 Kirche St. Maria

Orgeljubiläum in St. Maria
Seit 50 Jahren erklingt in der Marienkirche eine Orgel zum Lob und zur Ehre Gottes sowie zur Freude der Gottesdienst-Besucher. Dieses Jubiläum nimmt der Kirchenchor der Seelsorgeeinheit St. Maria/Hl. Geist am kommenden Sonntag um 17 Uhr zum Anlass für ein Konzert.
Damals, am letzten September-Wochenende 1967, feierte die noch junge Kirchengemeinde St. Maria ihr zweites großes Fest – die Weihe der neuen Orgel. Die ersten Jahre sorgte Organistin Ruth Puoff mittels eines Harmoniums für den richtigen Ton. Das konnte natürlich nur eine vorübergehende Lösung sein. Deshalb wurde schon bald die bekannte Orgelbau-Firma Rieger aus dem vorarlbergischen Schwarzach mit dem Bau einer großen Orgel beauftragt. So entstand ein Blasinstrument mit drei Manualen, 43 Registern und 3369 Pfeifen. Oder anders gesagt: So eine Orgel ist ein Kunstwerk und ihre Erbauer sind allesamt Künstler.  Am 23. September 1967 war es dann so weit: Die Königin der Instrumente wurde von H.H. Domkapitular A. Herre aus Rottenburg feierlich geweiht. Daran schloss sich am Sonntagmorgen ein festliches Hochamt an, in dem der Chor der Marienkirche die Deutsche Singmesse von Erno Seifriz zu Gehör brachte. Am Abend gab es ein großes Orgelkonzert unter Mitwirkung von Kirchenchor und Oberschwäbischem Kammerchor unter der Leitung von Erno Seifriz, an der Orgel damals Günther Fetz aus Bregenz.
Lassen wir die Rieger-Orgel einmal aus ihrem 50-jährigen Leben in der Marienkirche erzählen. Da sind zunächst die normalen Gottesdienste an den Wochenenden und in der Regel an zwei Werktagen. Dann gibt es die Hochfeste Ostern, Pfingsten und Weihnachten, da bin ich mehr im Einsatz. Ein besonderes Highlight steigt regelmäßig am 2. Oktober-Wochenende. Da feiert St. Maria ihr Patrozinium mit einer großen Orchestermesse und ich muss Schwerstarbeit leisten – aber das gehört zu meinem Beruf. Darüberhinaus findet der Kirchenchor alle paar Jahre einen Grund zu feiern. Das war so nach 10, 20, 25, 30,40 und 50 Jahren der Fall, und immer kamen Werke großer Meister von B wie Bruckner bis W wie Weber zur Aufführung. Seit ein paar Jahren muss ich auch am Abend des 1. Januar  ran, da gibt es nämlich ein kleines Neujahrskonzert, an dem auch der Kirchenchor mitwirkt. Was ich sehr positiv empfand in all den Jahren: Ich musste mich nur an zwei Hauptorganisten gewöhnen. Die ersten knapp 30 Jahre war das Frau Ruth Puoff bis Ende 1996 und seit März 1997 habe ich es mit Frau Edith Schwarz zu tun. Das nennt man Kontinuität. Lediglich am besagten Patrozinium sitzt mit Walter Kibler ein Mann an meinem Spieltisch, aber wir verstehen uns inzwischen auch ganz gut. Frau Schwarz dirigiert da Chor und Orchester und singt das Sopran-Solo. Auch die Pfarrer waren ziemlich konstant. Ich habe in den fünf Jahrzehnten mit Franz Kugler, Dieter Kramer und Benno Ohrnberger nur drei verschiedene Gemeindeleiter erlebt.  Was mir in den letzten Jahren negativ aufgefallen ist: Hauptsächlich an den normalen Wochenenden hören mir nicht mehr so viele Gottesdienst-Besucher zu wie in früheren Jahren – damit muss ich mich wohl abfinden.
Jetzt am Sonntag erfährt mein Leben einen weiteren Höhepunkt: Es sind 50 Jahre vergangen seit meiner Einweihung – und das muss gefeiert werden. Dafür hat sich Frau Schwarz wieder etwas besonderes ausgedacht, wie sie mich in Stimmung bringen kann. Es stehen Werke von Bach, Buxtehude, Franck, Gumpeltzhaimer, Moore und Rheinberger auf dem Programm. Selbstverständlich ist auch der Kirchenchor an meinem Jubiläumskonzert beteiligt. Die ganze Seelsorgeinheit St. Maria/Hl. Geist ist zu diesem Fest eingeladen. Ich würde mich über ein großes Interesse wirklich freuen.
So ganz nebenbei feiert der Kirchenchor anschließend im kleinen Kreis sein Schnapszahlenjubiläum, alles begann im November 1962, also vor 55 Jahren.  
Martin Zweifel                                                                                       


Grundsteinlegung am 24.August 1958 durch den Abt des Klosters Weingarten H.H. Wilfrid Fenker O.S.B.. Dabei wurde neben einer Urkunde ein Stückchen Mauer von der alten Marienkirche auf dem Friedhof sowie ein Stein von der Basilika als Symbol der Verbindung in den Grundstein eingelegt.

Die Inschrift des Grundsteins lautet : "Wer mich findet + findet das Leben Lourdesjahr 1958". 

Im Oktober 1960 Weihe durch Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht. 

Im Spätherbst 1960 Glockenweihe durch Abt Wilfried Fenker OSB
4 Glocken:

  • "Eucharistieglocke", die dem Gedächtnis des Eucharistischen Kongresses geweiht ist.
  • "Marienglocke", die der Schutzherrin der Kirche geweiht ist.
  • "Papstglocke", die dem heiligen Petrus geweiht ist.
  • "Martinusglocke", die dem Patron der Diözese und der Basilika geweiht ist.

 

 Das jetzige Kreuz der Marienkirche, geschaffen von dem Künstler Joseph Henger, wurde erst nachträglich im Jahr 1980 an der Rückwand des Altarraumes angebracht.


Der Kreuzweg, der von der Bildhauerin Gisela Bär geschaffen wurde, wurde nachträglich 1983 in der Kirche angebracht. 

Seit 1991 hängen von derselben Künstlerin 3 Tafeln in unserer Kirche, die aus dem Nachlass des verstorbenen Pfarrers Kugler stammen. Auf ihnen sind die seliggesprochenen Pater Rupert Mayer, Schwester Ulrika Nisch und Schwester Edith Stein abgebildet.