Seelsorgeeinheit Sankt Maria / Heilig Geist
in Weingarten/Württ.

Seelsorgeeinheit St. Maria / Hl. Geist 

 

Caritas-Herbstsammlung 2018
Am kommenden Wochenende 29./30. September werden die Kollekten in unseren Gottesdiensten für caritative Aufgaben verwendet – die Hälfte der Spenden kommt direkt über die Kirchengemeinden Armen und Bedürftigen hier in Weingarten zugute, die andere Hälfte verwendet der Caritasverband Oberschwaben für hilfebedürftige und notleidende Menschen in seinen Beratungsstellen und sozialen Einrichtungen in der Region. Herzlichen Dank für Ihre Spende – sowohl bei der Kollekte in den Gottesdiensten als auch durch Überweisung im Rahmen der Briefaktion.


Bolivianische Musikgruppe und „pons“ geben Konzert in der Marienkirche
Die bolivianische Musikgruppe „Sacambaya“ aus Cochabamba kommt auf Einladung der Seelsorgeeinheit St. Maria/Heilig Geist auf ihrer Europatournee auch nach Weingarten. Gemeinsam mit der Musikgruppe „pons“ wird es am Samstag, 29. September, um 20 Uhr in der Marienkirche ein Konzert geben. Und auch der Gottesdienst um 10.30 Uhr am Sonntag wird von beiden Gruppen musikalisch gestaltet. 
„Gracias a ti Natura – Dank an die Natur“ heißt das Konzert, mit dem „Sacambaya“ aus dem bolivianischen Cochabamba derzeit durch Europa tourt und auch im Schussental Halt macht. Seit acht Jahren pflegt die Seelsorgeeinheit St. Maria/Heilig Geist einen regen Austausch mit ihrer Partnergemeinde „Cruz Gloriosa“ in Cochabamba. Mit der folkloristischen Musik Boliviens, gespielt auf traditionellen Instrumenten, verstehen sich die sechs Musiker als Kulturbotschafter ihres Landes, die auch auf ihre Sozial- und Umweltprojekte aufmerksam machen wollen. Darüber hinaus geht es bei dieser Europatour auch um eine musikalische Begegnung der Kulturen mit jeweils lokalen Gruppen und damit um Völkerverständigung. Der musikalische Partner hier ist die Musikgruppe „pons“. Neben eigenen Stücken werden „Sacambaya“ und „pons“ auch gemeinsam Lieder singen. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Projekte wird gebeten. Die beiden Musikgruppen gestalten überdies den Gottesdienst am Sonntag, 30. September, um 10.30 Uhr in St. Maria. Außerdem findet am Sonntag, 30. September, um 19.00 Uhr in der Liebfrauenkirche in Ravensburg ein Gottesdienst in spanischer Sprache mit „Sacambaya“ statt.
Text: Margret Welsch

 


Marco

Hallo zusammen, 
ich hoffe es geht euch allen gut. Einige kennen mich schon; für die, die nicht wissen wer ich bin: 
Meine Name ist Marco Antonio Aquino Chavarria und ich werde ab Oktober für ein Jahr in eurer Gemeinde leben. Ich bin schon sehr gespannt, euch alle kennen zu lernen, mit euch zu arbeiten, von euch zu lernen und viel mit euch zu teilen. 
Damit ihr mich schon ein bisschen kennenlernt, erzähle ich, was ich hier in Bolivien gerade mache:
Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen und bin Teil einer folkloristischen Musikgruppe, in der ich gemeinsam mit meinem Bruder einige Instrumente spiele. In meiner Freizeit gehe ich einmal die Woche Fußball spielen.
In unserer Gemeinde Cruz Gloriosa bin ich verantwortlich für die Katechese und für die Gruppe der Firmlinge.
Ich wohne allein bei meinen Eltern, meine großen Geschwister sind schon ausgezogen und haben eine Familie.
Meine größte Motivation in eine neue Gemeinschaft zu gehen ist folgende: Viele Dinge in unserem Alltag sind sehr ungewiss. Nichts, was wir für morgen planen, ist wirklich sicher. Aber es gibt etwas, das wir nicht kennen oder zu 100 Prozent verstehen können und das ist alles, was Gott für jeden einzelnen von uns geplant hat. Niemals hätte ich gedacht, dass ich genau dieses Leben mit genau diesen Möglichkeiten geschenkt bekommen würde. Niemals habe ich die Sachen, die Unternehmungen, die Bemühungen, die Opfer, die ich gebracht habe, um in der Kirche zu sein, getan, um etwas zu verdienen oder zurückzubekommen – ich habe mich einfach wohl gefühlt. Wenn ich am Wochenende in die Kirche gehe, kann ich den Stress der vergangenen Woche vergessen, kann in einen anderen Ort eintauchen und dort eine tiefe Freude finden.
Um es nicht zu lang zu machen: Meine größte Motivation, diese soziale Arbeit in einer anderen Gemeinde zu leisten, ist: Wenn ich an einem Wochenende alles Schlechte, was ich in der Woche erlebt habe, in Freude verwandeln kann, dann habe ich die Möglichkeit, in einem Jahr tausende Kilometer entfernt, nicht nur mich, sondern auch neue Menschen mit Freude zu erfüllen. Menschen, die mir schon ohne mich zu kennen, mehr gegeben haben, als ich entgegennehmen kann. 

 

 

Und siehe da: Die Schöpfung war sehr gut!
Im November 2017 haben sich unsere Kirchengemeinderäte mit der Umweltenzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus beschäftigt. Als Folge entstand daraus im Ausschuss ‚Ideenwerkstatt‘ unser Jahresthema:  Und siehe da: Die Schöpfung war sehr gut!
Heute erleben wir verstärkt die Nachteile unseres wirtschaftlichen Wohlstandes: Wir erleben Klimawandel, Ausbeutung von natürlichen Ressourcen, Vermüllung der Meere vor allem durch Plastik, Insektensterben … .
Und doch möchten wir uns auch weiterhin an der Schönheit der Natur erfreuen und über alles Geschaffene staunen. 
Gott hat uns diese Erde anvertraut, nicht dass wir sie zerstören, sondern dass wir mit ihr leben; denn sie ist Teil unseres Lebens und ohne sie leben wir nicht. Pflanzen und Tiere können ohne uns Menschen leben, aber wir nicht ohne sie!
Die Wertschätzung der Natur soll in unserer Seelsorgeeinheit ein wichtiges Thema sein. Der Kirchengemeinderat wird sich weiterhin damit beschäftigen, was wir für die Bewahrung der Schöpfung in unserer SE tun können und die Schöpfung war auch in unseren Gottesdiensten immer wieder Thema.
Plakate in der Kirche weisen auf dieses Thema hin. Es wird ein dreiseitiger Plakatständer in unseren Kirchen stehen. Wir laden Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein, sich mit dem Thema Schöpfung auf irgendeine Art und Weise zu beschäftigen, z.B. ein Bild gestalten, einen Text verfassen, u.a. Geben Sie bitte Ihr ‚Werk‘ im jeweiligen Pfarramt ab, damit wir es entsprechend aufhängen können.
Herzlichen Dank denen, die sich bereits jetzt schon mit unserem Jahresthema beschäftigt haben und weiterhin beschäftigen.
Benno Ohrnberger