Seelsorgeeinheit Sankt Maria / Heilig Geist
in Weingarten/Württ.

Ausnahmesituation Corona-Krise

Öffentliche Gottesdienste wieder möglich

>> Bischöfliche Anordnungen im Original siehe unten <<

Über lange Zeit waren keine öffentlichen Gottesdienste in unseren Kirchen möglich. Die für uns Christen so entscheidenden Kar- und Ostertage konnten wir nicht in gewohnter Weise als Gottesdienstgemeinde feiern. Doch Viele von Ihnen haben als Familie oder als Alleinlebende alte Gebetsformen wieder neu entdeckt und zu Hause kleine liturgische Gottesdienste gefeiert – ganz im Sinne von Jesu Wort: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!“ Wäre es nicht sinnvoll, solche Erfahrungen häuslicher Gebetsgemeinschaft weiter zu führen, auch wenn öffentliche Gottesdienste wieder möglich sind?
 
Seit 9. Mai können wir in unseren Kirchen St. Maria und Hl. Geist zu den gewohnten Zeiten wieder öffentliche Gottesdienste feiern. Es ist gut, dass wir uns auch als Gemeinde wieder zum gemeinsamen Feiern der Gottesdienste versammeln können – allerdings mit großen Einschränkungen und engen Vorgaben von Land und Diözese, die auf jeden Fall mir sehr weh tun.
 
Ein großes Problem sehe ich in der Beschränkung der Gottesdienstteilnehmer/innen. Entsprechend der Größe der Kirche können in St. Maria höchstens 86 Personen teilnehmen, in Hl. Geist 65. Unsere Diözese gibt als Mindestabstand der einzelnen Personen zueinander zwei Meter an. Jede und jeder, der den Gottesdienst besucht, muss eine ‚Visitenkarte‘ mitbringen, einen Zettel, auf dem der Name und die Telefonnummer steht. Am Eingang wird dieser Zettel in eine Box geworfen und zwei Wochen aufbewahrt. Es geht darum, mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können.
Ist die Besucherhöchstzahl erreicht, müssen weitere Interessenten auf andere Gottesdienste vertröstet werden. Vielleicht haben wir in dieser sehr eingeschränkten Zeit Solidarität, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Eigenverantwortung wieder mehr gelernt. Das gilt es nun auch im Blick auf den Gottesdienstbesuch umzusetzen: Ich sehe nicht nur meine Wünsche, sondern nehme auch das Bedürfnis anderer wahr, die auch gerne in den Gottesdienst kommen wollen. Das könnte bedeuten, auch hier miteinander zu teilen und einmal zugunsten anderer, die am sonntäglichen Gottesdienst bisher nicht teilnehmen konnten, auf meine Teilnahme zu verzichten.
Ein weiteres Problem sehe ich in der Austeilung der Kommunion. Man soll nicht nah beieinanderstehen und einander auch nicht berühren. Wir werden vor den Altar eine lange Tischtafel decken mit kleinen Schälchen, auf denen je eine Hostie liegt. Beim Kommuniongang ist dann jeder und jede eingeladen, nach vorne zu kommen und mit nötigem Sicherheitsabstand das Heilige Brot aus der Schale zu nehmen.


Für jeden Gottesdienstort muss ein schriftliches Infektionsschutzkonzept erstellt werden, für dessen Einhaltung mindestens zwei Ordner/innen bei jedem Gottesdienst sorgen müssen.
Die Kirche wird ½ Stunde vor Gottesdienstbeginn geöffnet.
- Bringen Sie bitte einen Zettel mit Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer mit.
- Die Plätze in der Kirche sind gekennzeichnet und werden von den Ordnern zugewiesen
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Das Gotteslob liegt nicht aus; Gemeindegesang ist nicht möglich.
- Es liegen keine Kindergebetbücher aus; diese können natürlich von zu Hause mitgebracht werden. Wir werden Ausmalbilder auslegen, Malstifte bringen Sie bitte von zuhause mit.
- Für die Kollekte stehen am Ausgang Körbchen bereit.
 
Mit diesen Einschränkungen versuchen wir miteinander würdevoll Gottesdienst zu feiern, im Vertrauen auf gegenseitige Rücksichtnahme und Verantwortung für sich selbst und andere. Wir feiern, dass Jesus Christus in unserer Mitte und mit uns auf dem Weg ist.
 
Benno Ohrnberger 


Bischöfliche Anordnung für die Feier der Eucharistie, von Wort-Gottes-Fei- ern und anderen Gottesdiensten nach der Lockerung der aktuellen Be- schränkungen